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Hier also der “Werdegang der Borreliose bei mir....

Vor einigen Jahren, ich weiß nicht mehr genau in welchem Jahr, vielleicht 1995 oder 96 hatte ich eine Borreliose. Sie zeigte sich als unregelmäßig runder Fleck an der Hüfte, der einen Durchmesser von ca. 20 cm hatte. Ich hatte keine weiteren Beschwerden und es schmerzte oder juckte auch nicht.

Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit kam ich bei meinem alten Hausarzt vorbei, der ganz in meiner Nähe wohnt. Der Doc kam gerade von einem Krankenbesuch. Als ich ihn sah, hielt ich an, stieg aus meinem Wagen und begrüßte ihn. Er könne mich aber jetzt nicht reinbitten, meinte er, als ich meinen Pullover hochzog und ihm den roten Fleck zeigte. "nur kurz ma gucken" sagte ich... Er: "Reinkommen, Borreliose!"

Wie lange ich damals eine Antibiose machte, weiß ich auch nicht mehr genau, aber ich hatte ganz gemeine Nebenwirkungen. Scheiden- und Darmpilz und Magenbeschwerden, die dann ebenfalls behandelt werden mussten. Damals wusste ich nur, dass ich diese Kur unbedingt durchhalten musste, dann wäre die Borreliose ausgeheilt. Später wurde dann noch ein Labortest gemacht, der auch negativ war.

Damit war die Sache für mich erledigt.

Im Mai 2000 bekam ich hohes Fieber mit Schüttelfrost, das ich bis dahin noch nie erlebt hatte. Da ich zu diesem Zeitpunkt Urlaub hatte, bin ich nicht zum Arzt gegangen. Einen Monat später hatte ich in beiden Schultergelenken starke Schmerzen. Mein neuer Hausarzt (der Alte hat sich leider zur Ruhe gesetzt) versuchte es mit Bestrahlungen, Voltaren, Massagen und 14 Tage Ruhe. Als das nicht half, gab er mir eine Überweisung zum Orthopäden. Dieser stellte die Diagnose Kapselentzündung in beiden Schultern und spritzte mir Cortison. Vorübergehend hatte ich weniger Schmerzen, die aber immer nach einigen Tagen um so stärker auftraten. Darauf hin wechselte ich den Arzt und ging zu einem anderen Orthopäden. Dieser verschrieb Krankengymnastik und Tabletten, Vioxx....

Mittlerweile war ich schon einige Monate arbeitsunfähig und mein Orthopäde schlug eine Reha-Kur vor.

Die Kur trat ich dann im Januar 2001 an und blieb 8 Wochen. Da ich weiterhin starke Schmerzen hatte und die Arme kaum bewegen konnte, gaben mir die Ärzte in der Kurklinik Valeron! Die sollte ich ständig nehmen, damit man dort Behandlungen, wie Krankengymnastik überhaupt mit mir machen konnte.

Damals kam auch ein Psychologe ins Spiel, der dann auch meinte, die Schmerzen hätten sicherlich einen psychischen Grund, weil ja organisch keine größeren Schäden vorlägen und den wollte er mit mir zusammen rausfinden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wurde als geheilt und arbeitfähig entlassen, was man mir bei der ersten Untersuchung schon angekündigt hatte. Man hätte mich nur so lange da behalten, damit ich noch nicht wieder arbeiten müsste, denn ich würde ja unter den Folgen von Mobbing leiden!!!

Dem Psychologen war wohl nichts anderes eingefallen..... Ich hatte keine Probleme im Büro, im Gegenteil ich habe nette KollegInnen, eine super Vorgesetzte und eine Arbeit, die mir Spaß machte.

Wieder zu Hause, ging ich sofort zum Hausarzt und sagte ihm, dass die Schmerzen nicht weniger, sondern schlimmer geworden seien. Darauf hin schrieb er mich weiter arbeitsunfähig und schickte mich zum in eine Neurologische Klinik zu Untersuchung. Natürlich ohne Resultat. Es folgten Überweisungen zur Kernspindtomographie und Schmerzspezi, ohne dass irgendetwas gefunden worden wäre, dass diese Schmerzen hätte verursachen können.

Dann kam der Brief von der Krankenkasse mit der Einladung zum MDK. Die Ärztin entschied nach Aktenlage und einer kurzen Unterhaltung, dass es an der Zeit wäre, dass ich wieder arbeiten ginge und unter Leute käme. Dann würde ich auf andere Gedanken kommen und es würde mir dann auch sicher gleich wieder besser gehen... Und weil ich einen so depressiven Eindruck machte, legte sie mir nahe, mich doch in psychologische Behandlung zu begeben. Tatsächlich waren die Schmerzen zu der Zeit nicht ganz so schlimm und ich konnte sie mit Schmerzmitteln einigermaßen unter Kontrolle halten.

So gliederte ich mich dann mittels "Hamburger Modell" stundenweise wieder in das Arbeitsleben ein, nachdem ich vorher noch bei der Werksärztin war, die mir ans Herz gelegt hatte, dass ich doch langsam lernen müsse, mit den Schmerzen zu leben..... Immerhin hat sie mir einen Bürostuhl mit verstellbaren Armlehnen verpasst.

Ich selbst war zu dieser Zeit der Meinung, ich hätte ein RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury Syndrom, "Mausarm") Darüber hatte ich im Internet gelesen und es auch meinem Hausarzt gezeigt. Er hat damals gemeint, dass könne ja durchaus so sein. Denn fast 20 Jahre in steigendem Maße Arbeit am PC hätten ja auch so ihre Spuren hinterlassen können.

Das war im September 2002 und weil ich ja das ganze Jahr über krank gewesen war, hatte ich noch den vollen Jahresurlaub, den ich gleich nach der Eingliederungszeit von 6 Wochen antrat.

Durchgehalten habe ich dann mit Unterbrechungen einmal wegen Urlaub, den ich nahm, die Schmerzen wieder schlimmer wurden, einige Male ein oder zweit Tage, die ich zu Hause blieb, weil ich wegen der Schmerzen öfter Valeron nahm, bis Juli 2003. Seit dem bin ich jetzt wieder krank.

Inzwischen waren noch diese wahnsinnigen kappenartigen Kopfschmerzen hinzu gekommen und mir war oft furchtbar übel. Ich hatte Muskelzucken und ab und zu Sprachstörungen, Herzrasen und ich machte schon nach einigen Metern schlapp. Ich war wieder bei einem Ortopäden gewesen und hatte eine Gelenkspritze erhalten. Da auch Valeron nicht mehr gegen die Schmerzen wirkte, verschrieb mir mein HA andere Schmerztabletten. Mir war danach fuchbar übel, ich hatte Durchfall und ich erbrach morgens schon schleimigen Schaum. Ich fühlte mich total vergiftet und war auch psychisch am Ende. Ich habe mich noch niemals einer Situation derart hilflos ausgeliefert gefühlt!

Als ich dann noch merkte, dass meine Beine immer schwerer wurden und ich Schwierigkeiten mit dem Laufen bekam, habe ich meinen Hausarzt gebeten nun bitte doch eine Laboruntersuchung auf Borrelien machen zu lassen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich jeden Arzt, bei dem ich gewesen bin, gefragt, ob es nicht eine Borreliose sein könnte. ALLE haben dies verneint!

Der Test war positiv und lies auf eine aktive Borreliose schließen. Gott sei Dank konnte die Infektion eindeutig nachgewiesen werden.

Mein Hausarzt hat mir darauf hin Doxy 1 x 200 mg verordnet. Weil ich mittlerweile im Internet einige Aussagen gefunden hatte, dass diese Dosis vielleicht nicht ausreichend ist, habe ich sie eigenmächtig auf 3 x 100 mg erhöht.

Nach heftigen Herxheimer Reaktionen in den ersten 14 Tagen wurde mein Allgemeinbefinden schon viel besser und ich hatte diese wahnsinnigen Kopfschmerzen endlich nicht mehr. Nach dem ersten Teilungszyklus habe ich die Doxy’s abgesetzt und nehme seit dem Kolloidales Silber, über dass ich nur spärlich Infos fand, aber von dem ich weiß, dass es einige Betroffene mit gutem Erfolg nehmen und einige meinen Symptomen angepasste Ergänzungen.

Zusätzlich habe ich mich noch in die Behandlung eines Arztes für Naturheilkunde und Homöopatie begeben, der die MRT (Matrix Regenerations-Therapie anwendet. Schon nach der ersten Behandlung waren die Schmerzen in den Schultern weniger geworden. Ich war aber noch skeptisch und habe gedacht, dass es auch an speziellen Ergänzungen gelegen haben könnte. Nach der zweiten Behandlung aber waren die Schmerzen an nächsten Tag im Ruhezustand kaum noch zu  spüren und ich konnte mich wieder allein an- und ausziehen und mir selbst die Haare waschen :-)

Bis heute geht es mir damit immer besser. Sogar die Artritis in den Schultern ist auch bei leichter Belastung nicht mehr so schmerzhaft.

Weil ich wissen wollte, wie sich die Vitalstoffe, die ich nehme bisher ausgewirkt haben, habe ich ein großes Blutbild machen lassen. Die Werte, sogar die des Colesterienspiegels sind super! Alle Werte im absolutem Normalbereich, nur die weißen Blutkörperchen ein noch wenig erhöht. Mein Doc hat dann noch einen Tüf gemacht und befunden, dass alle Organe in Ordnung sind. Nur ein Herznebengeräusch hat er gehört und will dem noch mittels Ultraschall auf den Grund gehen. Er weiss, dass ich "Silberwasser" nehme und ist selbst gespannt, ob es denn tatsächlich auch als Ersatz für die AB's auch so wirkt.....

Damit denke ich, habe ich einen Weg gefunden, mit dieser Krankheit zu leben, Korrekturen bei Bedarf natürlich nicht ausgeschlossen :-)

Stand: 16.11.2003

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